Leitstudien
Wissenschaftliche Grundlagen und Analysen zur Offshore-Wasserstoffproduktion — unabhängig erstellt, öffentlich zugänglich.

Die Studie von Frontier Economics zeigt: Durch Offshore-Sektorenkopplung lassen sich Systemkosten um bis zu 1,7 Milliarden Euro pro Jahr senken. Die Analyse belegt, dass kombinierte Strom- und Wasserstofftransportsysteme die kosteneffizienteste Lösung für weit entfernte Offshore-Windgebiete darstellen. Die Ergebnisse sind robust über verschiedene Sensitivitätsanalysen hinweg.

Die E-Bridge-Kurzstudie bewertet Anschlusskonzepte für weit entfernte Offshore-Windgebiete in der deutschen Nordsee. Kombinierte Transport- und Anschlusskonzepte können die Ausbaukosten um 31 Milliarden Euro reduzieren. Die Studie untersucht auf 88 Seiten Energieszenarien, Anschlusskonzepte, Kostenanalysen sowie Umwelt- und Rechtsaspekte.

Die Fraunhofer-IEE-Studie analysiert die Rolle deutscher Offshore-Energieinseln im europäischen Energiesystem. Im Auftrag von Copenhagen Energy Islands ApS untersucht sie, wie künstliche Energieinseln in der Nordsee als Knotenpunkte für Windenergieerzeugung und Wasserstoffproduktion fungieren können.

Die DNV-Studie spezifiziert ein europäisches Offshore-Wasserstoff-Backbone-Netzwerk und bestätigt das große Potenzial der Wasserstoffgewinnung auf hoher See. Sie untersucht Wasserstoffbedarf, Produktionspotenziale sowie den Vergleich von Onshore- und Offshore-Produktion. Das Backbone verbindet Produktionsstandorte in der Nordsee mit Verbrauchszentren an Land.

Die AFRY-Studie vergleicht Systemvarianten zur Wasserstoffbereitstellung aus Offshore-Windkraft. Im Auftrag von RWE, Gasunie, Gascade, Equinor und Shell belegt sie klare Vorteile der dezentralen Wasserstoffproduktion auf See gegenüber zentralen Onshore-Lösungen. Ziel: Realisierung der AquaVentus-Vision von 10 GW Offshore-Elektrolysekapazität bis 2035.

Wissenschaftliche Studie des Helmholtz-Zentrums Hereon über die hydrographischen Auswirkungen der Offshore-Wasserstoffproduktion in der Nordsee. Abwärme verursacht lokale Temperaturänderungen von bis zu 2 °C im Umkreis von Zehnern von Metern um eine 500-MW-Anlage. Großräumige Effekte sind gering und vernachlässigbar gegenüber Offshore-Windpark-Nachlaufeffekten.

Fachartikel von Robert Seehawer und Dr. Benjamin Baur über kombinierte Anschlusskonzepte als Schlüssel zur Offshore-Wasserstofferzeugung. Die Autoren erläutern die Vorteile hybrider Transportinfrastruktur (Seekabel + Pipeline), die Kosteneinsparungen gegenüber separaten Systemen und die Bedeutung für die energieintensive Industrie.

Fachbeitrag von Dr. Benjamin Baur und Robert Seehawer (AquaVentus) über die Offshore-Wasserstoff-Produktion im Kontext internationaler Politik und nationaler Ausbaupfade. Die Analyse beleuchtet die geoenergetische Dimension der Nordsee-Wasserstoffproduktion, den Status quo der deutschen Offshore-Wasserstoff-Wirtschaft und die AquaVentus-Projektfamilie.

Ausführlicher Fachartikel über das AquaVentus-Projekt und seine Pionierprojekte. Der Beitrag beschreibt die Initiative für 10 GW Offshore-Elektrolyse bis 2035, das 1-GW-Testfeld SEN-1, die AquaDuctus-Pipeline sowie die Rolle der Offshore-Elektrolyse als integraler Bestandteil einer grünen Wasserstoffversorgung.